Schloss Eldingen & Hof der Familie · Sommerhochzeit
Zwischen altem Schloss und noch älterem Hof
Eine freie Trauung unter alten Bäumen mit Blick auf Schloss Eldingen, gehalten von der Schwester der Braut – ganz intim und doch mit mehr als 100 Gästen. Im Anschluss die Feier auf dem Hof des Bräutigams, der seit dem Jahr 1511 in Familienhand ist.
Veröffentlicht am · von Alex
Eine freie Trauung im Schlosspark von Schloss Eldingen
Schloss Eldingen empfängt seine Gäste mit roter Backsteinfassade, sandsteinernen Balustraden und einer weitläufigen Freitreppe – eine Kulisse, die schon vor der eigentlichen Trauung für Gänsehaut sorgt. Unten am kleinen Teich, unter alten Bäumen und mit direktem Blick auf das Schloss, wurde der Platz für die freie Trauung vorbereitet: schlichte weiße Stühle, ein roter Teppich, ein Blumenstrauß auf dem Traupult.
Was diesen Ort so besonders macht, ist der Kontrast: die Grandezza des Schlosses im Hintergrund, davor eine Trauung, die bewusst reduziert und persönlich gehalten wird. Gehalten wird sie ausgerechnet von der Schwester der Braut – und genau das macht aus einer Zeremonie vor über 100 Gästen einen zutiefst intimen Moment.
Gehalten von der Schwester der Braut
Als die Trauung beginnt, sitzen mehr als 100 Gäste unter dem Blätterdach der alten Bäume von Schloss Eldingen – und trotzdem wirkt der Moment klein und persönlich. Die Schwester der Braut hat die Rede selbst geschrieben, spricht frei, mit Mikrofon in der einen und den handgeschriebenen Notizen in der anderen Hand. Kein distanzierter Trauredner, sondern jemand, der die Braut ihr Leben lang kennt.
Genau das ist an diesem Nachmittag zu spüren: gerührte Gesichter in der ersten Reihe, ein Brautpaar, das sich mitten im Trubel nur noch gegenseitig ansieht, und irgendwo dazwischen der Moment, in dem die Ringe getauscht werden – leise, unter freiem Himmel, mit Schloss Eldingen als stillem Zeugen im Hintergrund.
Der Auszug – und eine Überraschung der DLRG
Kaum ist das Jawort gesprochen, geht es Hand in Hand zwischen den alten Baumreihen von Schloss Eldingen hindurch – vorbei an applaudierenden Gästen, mit wehendem Schleier und einem Brautstrauß, der gleich in die Höhe gehalten wird. Zurück am Schloss warten bereits die ersten Umarmungen und Glückwünsche der Gäste.
Doch die eigentliche Überraschung folgt erst noch: Die DLRG-Gruppe der Braut hat sich in voller Montur aufgestellt und mit ihren Rettungshunden ein ganz besonderes Spalier gebildet – orangene Warnwesten neben weißem Brautkleid, treue Hunde, die genauso gespannt zuschauen wie die Menschen daneben. Durch dieses Spalier gehen nicht nur das Brautpaar, sondern auch die Eltern der Braut hindurch, bevor sich auf der Freitreppe alle gemeinsam zu einem Gruppenfoto versammeln – Hunde inklusive.
Zwischen Umarmungen, Glückwünschen und den ersten Gläsern Sekt bleibt genau die Zeit, die es braucht, um den Moment wirklich ankommen zu lassen – bevor es weiter auf den Hof der Familie geht.
Ein Paarshooting vor historischer Kulisse
Bevor es weiter zur Feier geht, bleibt Zeit für ruhige Minuten zu zweit – auf der Freitreppe von Schloss Eldingen, zwischen sandsteinernen Säulen und blühenden Rhododendren. Die Fassade des Schlosses liefert dabei eine Kulisse, die kein Studio ersetzen kann: warmes Licht, historische Details, Jahrhunderte Geschichte im Hintergrund.
Genau in diesen Minuten, abseits der Gäste, zeigt sich, wie sich die beiden wirklich ansehen, wenn niemand sonst zuschaut.
Weiter geht's: der Hof der Familie, seit 1511
Von der Grandezza des Schlosses geht es weiter auf den Hof des Vaters des Bräutigams – eine Landwirtschaftsfamilie, die ihren Hof seit dem Jahr 1511 bewirtschaftet. Für die Feier wurde die alte Scheune in einen festlichen Ort verwandelt: lange Tafeln, weißes Leinen, wilde Blumensträuße und meterweise Stoffbahnen unter dem alten Dachstuhl.
Der Wechsel vom Schlosspark zum eigenen Hof ist auch ein Wechsel der Stimmung: aus der festlichen Kulisse wird ein Fest im Kreis der eigenen Familie, auf dem Boden, auf dem schon Generationen vor ihnen gelebt und gearbeitet haben.
Porträts vor der alten Scheune
Die alten grünen Scheunentore, verwitterten Holzwände und weiten Felder des Hofs liefern eine ganz eigene, erdige Kulisse für ruhige Porträts – ein bewusster Kontrast zum Sandstein von Schloss Eldingen. Zwischen den Feldwegen, an denen früher schon die Familie des Bräutigams entlanggegangen ist, entstehen die stillsten Bilder des Tages.
Mal allein, mal zu zweit, mal mit wehendem Schleier auf dem Weg zwischen den Bäumen – hier zeigt sich der Hof von seiner schönsten Seite.
Reden, Umarmungen und ein Fest wie früher
In der Scheune wird es laut und herzlich: Trauzeugen halten Reden, alte Freunde stoßen mit Gläsern an, und irgendwo in der Menge sitzt die Großmutter der Braut, die auf diesem Hof schon so manches Familienfest erlebt hat. Zwischen den Gängen ziehen Kinder durch die Reihen, Gläser klingen, und die Stimmung wird von Minute zu Minute ausgelassener.
Es ist genau die Mischung, die einen Hof wie diesen ausmacht: bodenständig, generationsübergreifend und ohne jede Distanz zwischen Brautpaar und Gästen.
Bis tief in die Nacht
Wenn die Reden gehalten und die Teller leer sind, verwandelt sich die Scheune in eine Tanzfläche. Der Bräutigam dreht seine Frau durch die Luft, lässt sie tief in den Rücken fallen, während ringsherum die Gäste applaudieren und mit dem Handy filmen. Zwischen Lichterketten und wehendem Kleid tanzt sich die Gesellschaft durch den Abend.
Ein Fest, das auf einem Schloss begonnen hat und auf dem eigenen Hof endet – zwischen 500 Jahren Familiengeschichte und einem ganz neuen Kapitel, das genau an diesem Abend beginnt.
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